Absender: Hans von Bülow (C00114)
Erstellungsort: München
Empfänger: Joachim Raff (C00695)
Datierung: 20. 2. 1866 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 65
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier



Zitiervorschlag:
Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (20. 2. 1866); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00459, abgerufen am 7. 8. 2020

Regeste: Bedankt sich beim E. im Namen seiner Frau für die Teilnahme am Trauerfall von Liszts Mutter. Könne nicht auf die Pariser Reise und auf dem Rückweg über Karlsruhe. Könne im März am Rhein und in Holland Geld verdienen. Habe neulich von Brendel eine Antwort erhalten. Dieser wolle den eingesendeten Artikel der "Mittelrheinischen" zuerst mit dem Referat im eigenen Organ verlgeichen. Zopff, der verdorbene Schüler von Marx sei der eigentlich Hauptredakteur. Habe die Vorproben der "Elisabeth" beendet. Wer so produktiv sei wie der E., habe das Recht der Verneinung anderer. Werde aber rabiat, wenn Lausbuben wie Hiller oder Reinecke "verneinen". Habe sich wieder viel mit dem E. beschäftigt. Seine Frau höre op. 91 sehr gerne. F. L. verliere dessen Ruf als Suitier. Perfall habe es durchgesetzt, dass die C-Dur-Suite op. 101 im zweiten Odeonskonzert zur Aufführung komme. Badauert, dass nicht er dirigiere. Leute, die die Werke des E. nicht kennen, verfehlen die Tempi. Damrosch habe in Breslau den ersten und fünften viel zu langsam genommen, den dritten zu schnell. Sei froh, das Saunest Berlin zu verlassen. Bedankt sich für die Absicht mit "Des Sängers Fluch" und das Interesse an "Nirwana". Von ersterem habe Seifriz die Tempi verfehlt. Empfehlungen an Gemahlin. Belästige den E. gelegentlich mit einer Bitte wegen Schotts. Möchte, dass seine Werke, die Schott vom Pesther Verleger aufgekauft habe, umgearbeitet erscheinen lassen.