Absender: Hans von Bülow (C00114)
Erstellungsort: Berlin
Empfänger: Joachim Raff (C00695)
Datierung: 7. 3. 1859 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 14
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Veröffentlichung: Bülow 1895 III, S. 224ff.; Marty 2014, S. 202ff.



Zitiervorschlag:
Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (7. 3. 1859); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00389, abgerufen am 3. 8. 2020

Regeste: Entschuldigt sich für das lange Schweigen wegen Überbeschäftigung. Bewundert weiterhin das Schaffen des E.s und wolle in nächster Zeit die "Grosse Symphonie" [WoO 18] zur Aufführung bringen. Betont, dass der E. in Berlin auf weit weniger Widerstand stosse als beispielsweise Berlioz, ganz zu schweigen von Liszt. Sei mit der "Liebesfee" op. 67 vorgegangen. Der Violinist Strauss wollte anfänglich nicht. Habe ihn aber dazu "genötigt". Die zweite Sonate op. 78 habe ihnen viel Spass gemacht, obwohl ihnen die "Erste Sonate" [op. 73] doch mehr gefallen habe. Will das Werk jetzt nach Prag mitnehmen und es dort spielen ("reine" Zukunftsmusik). Strauss und der A. werden das Heft mit Korrekturen zurückschicken. Der A. und Strauss glauben auch, dass die Sonate in Wien Furore machen werde, immerhin werde ja Hellmesberger diese patronisieren. Wolle die Stücke [op. 74], die Raff ihm gewidmet habe, auf dem Weg nach Paris lernen, wenn er ein Exemplar finde. Wolle auch die Violinsonate op. 73 und die Suite op. 72 in den Triosoireen aufführen. Gratuliert dem E. zur Vermählung mit Doris Genast.