Absender: Hans von  Bülow (C00114)
Erstellungsort: Meiningen
Empfänger: Doris  Raff (C00693)
Datierung: 4. Oktober 1880 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana X, Bülow, Hans von Nr. 5
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Incipit: Sehr verehrte Freundin,
gerne hätte ich Ihnen, meinen Grundsätzen gemäß, umgehend für Ihren höchst willkommenen Brief gedankt
Veröffentlichung: Kannenberg 2020.

Habe gefürchtet, dass der Meister das "freche Judenattentat" tragisch genommen haben könnte. Verbringe die Nachmittage liegend. Dankt, dass die E. seiner Mutter die Syrakuser schicke und für die Besuche bei dieser. Hofft, dass Raff mit Schwarz nicht minder zufrieden sei als mit Roth. Hätte "noir" gerne hier gehabt für das Winterquartal, werde sich nun anderweits zu behelfen versuchen. Kündigt drei Raff-Werke unter den äusserst wenigen Novitäten des Saisonprogramms an: Sechste Symphonie, die Koboldouvertüre und das erste Quartett, Suite in Canonform op. 192 Nr. 3. Habe die Schwester der E. in Weimar frischer und liebenswürdiger denn je gefunden. Seine Absicht, dort im November für die Grossherzoglich unterstützte Musikschule zu spielen, werde gleich wie andere Absichten (Neruda-Tournée) an seinen körperlichen Leiden scheitern.


Zitiervorschlag: Bülow, Hans von: Brief an Doris Raff (4. 10. 1880); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A02328, abgerufen am 2. 12. 2021.