Absender: Hans von  Bülow (C00114)
Erstellungsort: München
Empfänger: Joachim  Raff (C00695)
Datierung: 3. Oktober 1868 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 90
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Incipit: Verehrter freund,
tausend Dank für Deinen und Deiner Frau liebenswürdige Briefe!
Veröffentlichung: Bülow, Briefe 4, S. 250f.; Kannenberg 2020.

Bedankt sich für die Briefe vom E. und seiner Frau. Berichtet von Aufnahmeprüfungen an der Musikschule und Opernproben. "Meistersinger" am 18. Oktober. S.M. sei ungehalten darüber gewesen, dass des Werk nicht zu Beginn des Oktoberfests gegeben werden konnte. Müsse die "Euryanthe" vertagen. Fragt, wann die Symphonie op. 140 erscheine. Beantrage Aquisition. Bedankt sich für Bild von Frau und Töchterlein. Einlage an Alex. Nachricht von Bojanowski, dass ein gesundes Mädchen Wiesbaden beschreie. Tante Frege sei gestorben, sie habe nicht mehr wie Altersgenosse Auber Opern komponiert. Seine Frau sei mit Stiefschwester Charnacé in Mailand und Genua gewesen. Bedauert, dass Doris ungnädig aufgenommen wurde und er die Volksausgabe von Victor Hugo ungebunden verehrt habe. Die Buska soll hierher kommen, wenn sie es in Berlin nicht aushalte. Klein sei entsetzlich. "Mallingerskandal" sei abgetan. Seehofer debütiere als Rezia. Werde hier ein Seitenstück zu "Lachnerei" in Wiesbaden bringen: im 2. Konzert die Suite op. 101. Der E. habe Recht mit "Händelei". Schwiegervater komme nicht vor 1. Januar nach Weimar, dieser sei wieder nach Rom zurückgekehrt. Habe das Quartett e-Moll op. 136 dem Walterschen Verein zur Durchsicht gegeben. Könne dem E. Obdach geben, wenn nicht Wagner aus Luzern komme. Cornelius habe es nicht schief genommen, dass der E. noch nicht geantwortet habe. Sehe den E. vielleicht im November in Wiesbaden. Sei aufgefordert worden, in Brüssel zu spielen. Bittet, Frau Merian mitzuteilen, dass sich Henry Bock und dessen Frau beklagen, von ihr vergessen zu werden.



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Zitiervorschlag: Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (3. 10. 1868); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00492, abgerufen am 21. 9. 2021.