Absender: Hans von Bülow (C00114)
Erstellungsort: Berlin
Empfänger: Joachim Raff (C00695)
Datierung: 30. 1. 1864 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 54
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Veröffentlichung: Bülow 1895 III, S. 572ff.; Marty 2014, S. 242f.



Zitiervorschlag:
Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (30. 1. 1864); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00438, abgerufen am 6. 12. 2020

Regeste: Ein Brief von Frau Laussot aus Florenz sei eingetroffen. Sendet Prospekt des Preisausschreibens und das Quartett von Bottesini. Spiele Konzerte in Hamburg, Leipzig und Berlin, Dresden und Chemnitz seien weitere Stationen (Liszts "Prometheus", neue Ouvertüre von Emil Naumann und die 8. Symphonie von Beethoven). Lobt die eigene Aufführung vom 24. Januar (Eroica). Popper aus Löwenberg habe mit Volkmanns Celloconcert sehr gefallen. Entschuldigt, den E. mit John geplagt zu haben. War mit Kösting-Propaganda bisher nicht glücklich gewesen. Hofft, dass Rötscher (der Vater eines Schülers) in der Spenerschen Zeitung über die "Zwei Könige" referieren und Karl Heigel habe einen Artikel in der "Fackel" über "Columbus" versprochen. Nimmt Schuld auf sich, dass die Symphonie op. 96 erst in der Saison 64/65 zur Aufführung gelange. Bronsart habe vermutlich keine Lust auf eine Anstellung in Mainz. Habe deswegen rechtzeitig an Seifriz nach Löwenberg geschrieben. Erwähnt Einladung nach St. Petersburg (10. März bis Mitte April). Habe eine Verdifantasie ("Ballo in maschera") schreiben müssen ("unwerth Dir zu Augen zu kommen"). Hofft, dass die Frau des E.s weniger leidend sei. Will Brendel und Co. ganz fallen lassen. Erhalte wegen der "Fackel" grobe Briefe (Geschäftsstörung).