Absender: Hans von Bülow (C00114)
Erstellungsort: Berlin
Empfänger: Joachim Raff (C00695)
Datierung: 10. 11. 1860 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 27
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Veröffentlichung: Bülow 1895 III, S. 363f.; Marty 2014, S. 217f.



Zitiervorschlag:
Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (10. 11. 1860); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00408, abgerufen am 25. 9. 2020

Regeste: beklagt sich über seinen chronischen Rheumatismus. Könne bis Ende Monat nicht spielen. Hätte Barth gerne aus der Verlegenheit geholfen. Hätte aber gar nichts von Schubert "auf der Walze" gehabt. Hätte aber Zeit gehabt, verschiedene Werke einzuüben (Klaviersonate, Trio, zwei Solokleinigkeiten). Freut sich über den Erhalt des Quartetts op. 77. Laub gefalle es allerdings nicht (eingeflüstert von Radecke, Wüerst und Co.). Die gewünschte Extrasoirée werde deshalb nicht stattfinden. Hofft, dass die Franzosen besseren Geschmack haben und hofft, dass der E. die angegebene Adresse nutzt. Bedankt sich für die Nachricht aus "Schottland". Werde sie diplomatisch nach Weimar weiterleiten. Wünscht erneut die Überarbeitung der "Romanze" der Suite e-Moll op. 72. Wolle diese am 14. Dezember in seiner 2. Soirée spielen, am 4. Dezember in einer Kammermusiksoirée in der Euterpe, um deren Übernahme er Bronsart ersucht habe, die Violinsonate op. 73. Laub und Singer haben Angst vor dem Gewandhaus. Wisse nicht, wen er begleiten könne, vielleicht Damrosch, der sie "unübertrefflich" auffasse. Bericht über gesundheitlichen Zustand seiner Frau.