Absender: Joachim  Raff (C00695)
Erstellungsort: Luzern
Empfänger: Hans von  Bülow (C00114)
Datierung: 14. Mai 1870 (Quelle)
Standort: Sächsische Landesbibliothek (Dresden)
Sammlung: Staats- und Universitätsbibliothek
Signatur: Mscr.Dresd.App.2551,40
Umfang: 4 Seiten
Material: Papier
Incipit: Lieber Freund!
Deine Zeilen vom 8. d. M. empfieng ich heute früh hier in Luzern.
Veröffentlichung: Kannenberg 2020.

Habe die Nachricht des E.s in Luzern erhalten. Bedauert, dass der E. nicht mehr Werke wie die "Cäsar-Musik" schreibe (Wilhelm Tell und Jeanne d'Arc wären nicht übel) und die einsätzige Symphonie liegen lasse, nachdem dieser weniger Erfolg mit "Nirwana" als mit "Des Sängers Fluch" gehabt habe. Zitiert Goethe. Sei mit seiner Frau von Wiesbaden in den Schwarzwald gereist, dem er in Waldshut Adieu gesagt habe. Sei gestern nach Konferenz mit seinem Librettisten in Basel gestern hier angekommen. Berichtet von den "Verehrten Deinigen" [Franziska von Bülow, Viktor von Bojanowksi, Isadora von Bojanowski]. Musste nach der Rückkehr aus Weimar und Leipzig noch einmal Hand an die "Waldsymphonie" legen, die namentlich Liszt und Lassen sehr gefallen habe. Wolle nächsten günstigen Moment nutzen, um eine "entsprechende Nachfolgerin" [op. 167] zu schreiben. Habe keine Nachrichten von Merians [Emil und Emilie]. Sei dem Allgemeinen Deutschen Musikverein auf Liszts wiederholtes Andringen beigetreten. Wolle sich am E. mit der Adressierung eines "schandbaren Klavierkonzerts" [op. 185] rächen, wenn dieser nicht aufhöre Raff zu spielen. Fragt, ob der E. Amerika nötig habe. Wundert sich über die Zusammenarbeit des E.s mit Ullmann. Liszt habe keine Silbe über den E. verlautbaren lassen.



Bereitgestellt durch: Sächsische Landesbibliothek Dresden (SLUB)



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Bereitgestellt durch: Sächsische Landesbibliothek Dresden (SLUB)



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Zitiervorschlag: Raff, Joachim: Brief an Hans von Bülow (14. 5. 1870); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00124, abgerufen am 21. 9. 2021.