Absender: Joachim  Raff (C00695)
Erstellungsort: Wiesbaden
Empfänger: Ed. Bote & G. Bock (Verlag) (D00006)
Datierung: 3. Juli 1865 (Quelle)
Standort: Staatsbibliothek (Berlin)
Sammlung: Musikabteilung
Signatur: Mus. ep. J. Raff 23
Umfang: 3 Seiten
Material: Papier
Schreibmittel: schwarze Tinte
Incipit: Geehrter Herr!
Wie ich Ihnen gleich von Anfang an geschrieben, war ich geneigt

Sei von Anfang an geneigt gewesen, das Honorar der Illustrations op. 121 billiger zu stellen, wenn es gelungen wäre, das französische Recht an Herrn Brandus zu bringen, da dieses Werk in Frankreich nur bei diesem erscheinen dürfe. Mit Ausnahme von Liszt und [Theodor] Kullak machen die meisten ihre Sache nicht so, dass sie bedeutende Ansprüche machen dürften. Selbst [Stephen] Heller habe sich auf diesem Feld keine Lorbeeren mehr verdient. Habe [Alfred] Jaëlls Paraphrasen bereits gesehen. Die Stücke des A.s seien keine blossen Mode-Artikel, sondern werden ihren Platz auf dem Klavierrepertoire ein für allemal als dankbare, solide und sehr spielbare Piècen behaupten. Sendet die Stücke hiermit ein. Der Titel der Nr. drei sei abgeändert auf "Fantaisie de Concert" [auf der dritten Seite ("angebogen") verwendet Raff aber den Begriff "Paraphrase", den auch die Druckfassung erhielt], zu Nr. 4 sei der Zusatz "Les Adieux" gekommen [wurde auf der dritten Seite angepasst]. Schreibe selbst noch an Brandus. Habe die Zeilen von [Friedrich] von Bose erhalten.


Zitiervorschlag: Raff, Joachim: Brief an Bote und Bock (3. 7. 1865); https://portal.raff-archiv.ch/html/letter/A00032, abgerufen am 8. 12. 2021.