Absender: Joachim Raff (C00695)
Erstellungsort: Weimar
Empfänger: Helene Raff (C00700)
Datierung: 29. März 1870 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana VII
Umfang: 1 Seite
Material: Papier
Schreibmittel: schwarze Tinte
Incipit: Mein liebes Wuzelchen!
Da ich morgen nicht zum Schreiben komme
Veröffentlichung: Raff 1902, o. S. [zwischen S. 402 und 403], Faksimile

Raff schickt Glückwünsche zum Geburtstag, da er früh in die Probe zu "Dame Kobold" müsse. Onkel und Tante Merian grüssen ebenfalls. Sie sollle der Mama [Doris Raff] sagen, dass sie schon gestern und heute Quartettproben gehabt hätten. [Lücken bearbeiten, siehe Volltext]

Mein liebes Wuzelchen! da ich morgen nicht zum Schreiben komme, indem wir wieder zeitig "Dame Kobold" probiren, so schicke ich dir heut' schon meine Glückwünsche und viele herzliche Küsse, sowie auch das beikommende Klavir Buch [stimmt das?] zu deinem Geburtstage. Onkel u. Tante Merian sowie auch der liebe kleine Hans grüssen dich aufs Beste, und gratuliren dir. Sag' der Mama, dass wir gestern und heute bereits Quartettproben gehabt, dass Loïs mich besucht und mich auf eine [?] aufmerksam gemacht, das der hiesige Chorist Lutz geschrieben hat, – dass gestern Mittag dieser von [?] u. Johanna zu [?] waren, – dass ich am von 11 - 5 bei Viardots u. von 6-10 1/2 in den Meistersängern war, dass ich heute nach der Probe bei Stör war und Aussichten vorhanden sind, meine Sÿmphonie im Wittwen-Concert zu geben, dass wir heut Abend in die Quartettsoiree und Merian u. ich von dort mit den Musiciranten [?] auf die [?] gehen. So leben wir... So leben wir alle lange!! Die freie Zeit wird mit Uebersetzung verbracht, damit wenigstens die Feder nicht ruhe. Adieu, liebes Wurzelchen. Gieb Mama einen Kuss für mich, und grüsse [?]. Weimar 29. Maerz 70. Raff


Zitiervorschlag: Raff, Joachim: Brief an Helene Raff (29. 3. 1870); https://portal.raff-archiv.ch, abgerufen am 16. 5 2026.