Absender: Hans von Bülow (C00114)
Erstellungsort: Baden
Empfänger: Joachim Raff (C00695)
Datierung: 9. September 1873 (Quelle)
Standort: Bayerische Staatsbibliothek (München)
Signatur: Raffiana I, Bülow, Hans von Nr. 119
Umfang: 2 Seiten
Material: Papier
Incipit: Verehrter Freund,
vergib die Belästigung – aber .....
Veröffentlichung: Kannenberg 2020.

Pohl habe einen Antrag als Mitredakteur der Badischen Landeszeitung erhalten. Dieser würde Wiesbaden vorziehen, doch Heyl schweige länger als in Aussicht gestellt worden sei. Bittet den E., nachzufragen. Habe von Linnemann angenehmen Bescheid erhalten über op. 185. Will es in Zürich spielen, wo Orchester und Dirigent zu den intelligentesten gehören. Lässt seine Mutter ans heutige Konzert (Wilhelmj-Hegar, Clara-Mendelssohn, Padillas Chansonetten) gehen lassen und spiele Domino mit Niemann Domino. Fragt, ob der E. gute Nachrichten von Donna Emilia habe. Richtet Grüsse an Lene und deren Mama aus.

Baden, den 9 Sept. 73 Schloßstr 16 Verehrter Freund, vergib die Belästigung – aber ..... Freund Pohl hat einen nicht üblen Antrag nach Karlsruhe (als Mitredakteur der Bad. Landeszeitung ) erhalten, über den er sich bald d. h. im Laufe der nächsten 14 Tage entscheiden müßte. Er würde Wiesbaden vorziehen, allein – Heyl schweigt länger, als in Aussicht gestellt worden war und Sperling in Hand seind besser als Taube auf Dach. Wäre es Dir möglich, ohne trop de zèle bei H., nicht eine \vielleicht/ verfrühte Erklärung zu provoziren, aber doch bei ihm vertraulich anzufragen, ob er noch auf Pohl reflectiren würde (Vorfrage ist dabei freilich, ob sein Zukunftsblatt überhaupt auf die Welt kommt) oder ob er vielleicht von seiner Idee abgewiegelt worden ist „enfin“ möchtest Du so liebenswürdig sein, mir für Pohl recht bald einen vertraulichen Wink zu geben, wie die Sache steht, sitzt, liegt, läuft, sich verhält. Eben von Lienemann angenehmen Bescheid erhalten über 185. Will’s in Zürich 14 Okt. spielen, wo Orchester u. Dirigent zu den intelligentesten gehören. Heute zw. Conzert (Wilhelmi-Hegar, Clara-Mendels D moll – Padilla’s diverse Chansonetten) – lasse meine Mutter hineingehen, und spiele mit Niemann Domino. Wie gehts Dir? Gute Nachricht von Donna Emilia? Herzliche Grüße an Lene und ihre verehrte liebenswürdige Mama. Nochmals Pardon! Treulichst Dein HvBülow. [copyright Simon Kannenberg]



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Bereitgestellt durch: Bayerische Staatsbibliothek München (BSB)
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0



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Zitiervorschlag: Bülow, Hans von: Brief an Joachim Raff (9. 9. 1873); https://portal.raff-archiv.ch, abgerufen am 16. 3 2026.