Monsieur, A l’envoi d’un chef d’œuvre je ne saurais répondre que par un chef d’œuvre,
et c’est en vous priant de faire bon accueil à la gravure que j’ai choisie à votre
intention que je viens vous dire \quelle/ place exceptionnelle je fais à votre suite
dans le choix de mes choses de haut prix. Il me semble que les rares et admirables
qualités que j’ai su apprécier dans vos œuvres antérieures ont pris ici un essor plus
grand encore ; la distinction de style, la pureté du dessin, la grande harmonie entre
la pensée et le coloris, la coupe originale et élégante, tous ces dons inhérents à
vos œuvres me paraissent ici plus éclatants que jamais. Je vous dois de la
reconnaissance monsieur, d’avoir associer mon mince personnage à un travail aussi
haut et je vous en remercierais plus au long si je ne savais que cet hommage
s’adresse aux deux \noms/ que je porte, de l’union desquels je me considère le
symbole, seul titre dont je sa◊1 fière et auquel je me sente le droit de figurer sur
une œuvre d’art. Je voudrais pouvoir vous exprimer clairement combien je suis
sensible aux beautés exceptionnelles de votre dédicace, comme j’ai été frappée de
l’ampleur poétique et du beau mouvement lyrique de la fantaisie qui se parachève par
la fugue, si parfaite de contour, si finie dans sa hardiesse ; la gigue en apportant
un intérêt tout nouveau par sa forme gracieuse et son coloris délicat concourt
cependant merveilleusement à l’unité du morceau ; quant aux variations elles sont (la
1ère la 4ème et la 7ème surtout) peut-être ce que je préfère avec la cavatine qui a
une intensité et une profondeur vraiment Beethoveniennes, tout en restant absolument
originales. Et pouviez-vous terminer d’une façon plus adéquate et plus heureuse que
par la marche qui couronne héroïquement le grand édifice sonore, si varié et si
harmonieux. Je vous ai dit que je voudrais m’exprimer clairement, je ne le puis pas ;
je ne sais pas parler musique. Ce plus sublime des langages n’a jamais été pour moi
ni une distraction, ni même un art comme les autres : il est ma religion ; aussi ne
puis-je en dire que peu j’en révère les mystères, j’en adore les prodiges, et j’y
vais puiser toujours, en la peine comme en la joie, force et élévation. Vous dire
qu’en un moment d’affliction indicible votre dernière œuvre m’a causé une de ces
dilatations d’émotion que me donnent seules les belles créations musicales, n’est-ce
pas monsieur, ce que je puis vous dire de plus, et me voudrez-vous pas suppléer à mon
incapacité d’expression ? Veuillez monsieur, recevoir la réitération de mes
remerciements, et croire à mes sentiments de considération haute, distinguée et
dévouée C.de Bulow Mes affectueux compliments à Mme Raff je vous prie. [copyright
Simon Kannenberg] 3 Novembre 1862 Sehr geehrter Herr, auf die Übersendung eines
Meisterwerks kann ich nur mit einem Meisterwerk antworten, und indem ich Sie bitte,
den Stich freundlich zu empfangen, den ich für Sie ausgewählt habe, komme ich, um
Ihnen zu sagen, welch herausragenden Platz ich Ihrer Suite in der Auswahl meiner
hochpreisigen Dinge zumesse. Es scheint mir, dass die seltenen und bewundernswerten
Qualitäten, die ich in Ihren vorigen Werken zu schätzen wusste, einen noch größeren
Aufschwung erlebt haben; die Vornehmheit des Stils, die Reinheit der Form, die große
Harmonie zwischen Gedanken und Färbung, der originelle und elegante [Zu-]Schnitt, all
diese ihren Werken eigenen Begabungen erscheinen mir hier offenkundiger denn je. Ich
schulde Ihnen Anerkennung dafür, mein Herr, dass Sie meine geringe Persönlichkeit an
einer so hochwertigen Arbeit beteiligt haben, und ich dankte es Ihnen noch länger,
wüsste ich nicht, dass diese Würdigung sich an die beiden Namen richtet, die ich
trage, und für deren Einheit ich mich als Symbol fühle, der einzige Titel, auf den
ich stolz bin und aufgrund dessen ich das Recht spüre, auf einem Kunstwerk aufgeführt
zu sein. Ich würde Ihnen gern zum Ausdruck bringen können, wie empfänglich ich für
die außergewöhnlichen Schönheiten Ihrer Widmung bin, wie beeindruckt ich von der
poetischen Weite und der schönen lyrischen Bewegung der Fantasie war, die sich in der
Fuge vollendet, so vollendet in ihren Linien, so abgeschlossen in ihrer Verwegenheit;
die Gigue, die durch ihre anmutige Form und ihre zarte Färbung eine ganz neue
Anmutung mitbringt, trägt hingegen in wundervoller Weise zur Einheit des Stückes bei;
hinsichtlich der Variationen sind diese (besonders die 1. , die 4. und die 7.)
vielleicht das, was ich am liebsten habe, mit der Cavatine, die eine geradezu
Beethovensche Intensität und Tiefe hat, die aber dabei völlig eigenständig bleiben.
Und könnten Sie auf eine angemessenere und fröhlichere Art enden, als mit dem Marsch,
der das so vielfältige und harmonische große Klanggebäude auf so heroische Art krönt.
Ich habe Ihnen gesagt, dass ich mich klar ausdrücken möchte, ich kann es nicht; ich
kann nicht über Musik sprechen. Diese erhabenste aller Sprachen war für mich nie eine
Zerstreuung, und auch nie eine Kunst wie die anderen: Sie ist meine Religion; daher
kann ich darüber nur wenig sagen, ich verehre ihre Geheimnisse, ich vergöttere ihre
Wunder, und ich werde aus ihr ewig, im Leid wie in der Freude, Kraft und Erhebung
ziehen. Ihnen zu sagen, dass Ihr letztes Werk mir in einem Augenblick unsäglicher
Betrübnis eine dieser Gefühlserweiterungen beschert hat, die mir nur schöne
musikalische Schöpfungen geben, ist das nicht das meiste, das ich Ihnen sagen kann,
und möchten Sie das nicht gegen mein Unvermögen, mich auszudrücken, aufwiegen? Bitte,
geehrter Herr, empfangen Sie erneut meinen Dank und seien Sie sich meiner hohen,
ausgezeichneten und ergebenen Achtung gewiss. C. von Bülow Meine herzlichen
Empfehlungen bitte [ich Sie] auch an Frau Raff [weiterzuleiten]. 3. November 1862
(Übersetzung: Laura Kay)